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Skip Navigation LinksJahreshauptversammlung 2007

Bericht über die Mitgliederversammlung


am Mittwoch, 10. Oktober 2007

Bad Rappenau-Bonfeld. (end) Diese Bilanz ist deutschlandweit wenn nicht sogar europaweit einmalig: 23000 Mal haben die so genannten "Trösterbären" des Freundeskreises Teddybär Kindern in Notlagen Trost und Zuversicht gespendet. Denn diese stolze Zahl von kleinen Kuscheltieren hat der rührige Verein mit Sitz in Bonfeld in den elf Jahren seines Bestehens Rettungsdiensten, Krankenhäusern, Notfallseelsorgern und Besatzungen der Rettungshubschrauber kostenlos zur Verfügung gestellt.

Und diese Hilfe setzt sich Dank der engagierten Mitglieder fort. Nach Auffassung von Initiatorin Marita Klenk sollen die "weißen Flecken auf der Landkarte" mit bärenlosen Hilfsdiensten zumindest im Südwesten kontinuierlich verschwinden.

Finanziert wird das Ganze überwiegend durch Beiträge der 201 Mitglieder, Spenden und aus dem Verkaufserlös der Bärenstände. Denn der Freundeskreis Teddybär ist auf vielen Märkten und Traditionsveranstaltung der Region präsent und verkauft hier Bäriges nebst Zubehör, mit denen die Trösterbären dann finanziert werden. Und die besonderen Kuscheltiere sind auch "bodenständig". Sie werden exklusiv von der Kirchardter Spielzeugfirma Clemens für den Verein hergestellt.

Dass sich die hilfreiche Wirkung der flauschigen Gesellen immer mehr auch im medizinischen Bereich herumspricht, macht sich an der jüngsten Anfrage an den Verein bemerkbar: Das Klinikum Mannheim will die Trösterbären aus dem Kraichgau künftig im OP einsetzen, um den Kindern vor den vielen Apparaten und fremden Umgebung die Angst zu nehmen. Eigens dafür wird der Trösterbär mit passendem Mundschutz und Kopfhaube eingekleidet, wie Vorsitzende Marita Klenk in der jüngsten Zusammenkunft des Vereins berichtete.

In diesem Jahr wurden bereits rund 2600 Trösterbären an Hilfsdienste ausgegeben, wobei die Bären verstärkt bei der Feuerwehr ihren "Dienst" versehen. Neben der Feuerwehr Gundelsheim erhielten jetzt die Rettungsspezialisten der Feuerwehr Sinsheim ein komplettes Ausstattungspaket von 25 Trösterbären, die künftig auf den Löschfahrzeugen stationiert sind.

Karlheinz Göschel, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Sinsheim, nahm die flauschigen Gesellen entgegen. "Die Bären haben uns schon sehr geholfen", betonte der Vizekommandant und sicherte gleichzeitig deren "artgerechte Haltung" zu.

Dass das Engagement des rührigen Vereins breite Anerkennung und Respekt erfährt, wurde nicht zuletzt mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Landes an die Vorsitzende Marita Klenk unterstrichen. "Die Auszeichnung habe ich für alle Vereinsmitglieder entgegen genommen", unterstrich sie bei der Versammlung, "wir sind auf dem richtigen Weg". Geplant ist auch die Präsenz auf der Landesgartenschau im nächsten Jahr, wobei hier noch Termine abgestimmt werden müssen. Ins Auge gefasst ist ein "Bärenkrankenhaus", wo kleine wie auch große Bärenfans mit ihren kuscheligen Lieblingen vorbeischauen können.