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In DRK- und ASB-Rettungsfahrzeugen im Einsatz

Teddybären helfen beim Tränentrocknen

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Wenn künftig Rettungsfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes oder des Arbeiter-Samariter-Bunds mit Blaulicht und Martinshorn durch den Landkreis Heilbronn jagen, dann fährt immer ein besonderer Gast mit: ein Teddybär.

40 dieser Plüschtiere überreichte kürzlich in Bad Rappenau-Bonfeld die Mitbegründerin und Vorsitzende des Freundeskreis Teddybär, Marita Klenk, Vertretern der Rettungsdienste. Diese fanden die Idee bärig: Wenn Kinder geholfen werden muß, bekommen sie erst mal vom Rettungspersonal einen Teddy. Der hilft, den ersten Schock zu nehmen, die Schmerzen besser zu ertragen und Vertrauen zu den Helfern zu fassen - wichtige Punkte bei der Erstversorgung von Kindern. Marita Klenk aus Bonfeld hatte mit 17 weiteren Mitgliedern im Juli den Freundeskreis Teddybär gegründet, der inzwischen auf 40 Leute angewachsen ist.

Zur Übergabe der ersten kuscheligen Helfer kamen jetzt zwei Einsatzfahrzeuge von DRK und ASB mit kompletter Besatzung in den Bad Rappenauer Teilort. Um zu vermeiden, daß Tränen kullern, weil Teddy verloren gegangen ist, versorgen die Sanitäter auch ihn: er bekommt ein Armband mit dem Namen des Kindes. Oberarzt Dr. Hermann Full von der Kinderklinik Heilbronn findet diese Idee großartig und unterstützt den Freundeskreis ideell. Auf über 200 Notfalltransporte mit Kindern schätzen die Rettungssanitäter die Zahl der Einsätze pro Jahr, also Arbeit für 200 Teddys.

Der Freundeskreis finanziert die Aktion mit dem Erlös von Aktionen auf Märkten, Basaren und Veranstaltungen. Für zehn Mark kann man beim Freundeskreis oder im Heilbronner Spielwarengeschäft Brenner-Schilling die Stofftiere kaufen und stattet damit automatisch einen Krankenwagen mit einem Teddy aus. Die Kirchardter Firma Clemens stellt sie eigens für diese Aktion her. Marita Klenk erteilt gern Auskunft über die Aktion unter Telefon 07066 / 8280. 
    

Heilbronner Stimme, 3. Dezember 1996