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Skip Navigation LinksEin neuer Rettungsassistent

Teddybär an Bord von "Christoph 41" soll "Erste Hilfe" leisten

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Theo Walz, Stationspilot des Leonberger Rettungshubschraubers "Christoph 41" fliegt brenzlige Rettungseinsätze ohne mit der Wimper zu zucken. Über das neue Crewmitglied gerieten Welz und seine Mannschaft aber doch ins Staunen.

Zukünftig wird ein waschechter Teddybär im Hubschrauber mitfliegen. Seit vergangenen Freitag sind in der Basis der Deutschen Rettungsflugwacht neben Intubatoren, Sauerstoffflaschen und Latexhandschuhen auch noch besonders knuddelige Ersthelfer stationiert. Der "Heilbronner Freundeskreis Teddybär e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, Rettungsdienste unentgeltlich mit den Plüschtieren auszustatten.

"Der Teddy soll Kindern helfen, den ersten Schock besser zu überwinden und Vertrauen zu seinen Helfern zu fassen", sagte Marita Klenk, die Vorsitzende des Vereins. Der neue "Rettungsassistent" hat am vergangenen Freitag gleich seinen ersten Notfall absolvieren müssen - dies tat er mit Bravour, wie Rettungspilot Welz meint: "Da ist eine achtjährige auf der falschen Seite vom Sprungbrett heruntergefallen. Zum ersten mal in seinem Leben bekam das Mädchen eine Infusion und schrie natürlich. Als es dann den Teddy hatte, wollte es ihn nicht mehr loslassen." Das muß die kleine auch nicht - die Teddys haben allesamt "Geburtsbändchen" - orginal aus dem Kreißsaal - an den Pfoten. Versehen mit dem Namen der kleinen Patienten, geht der neue Freund im hektischen Ambulanzbetrieb nicht verloren. Die Indikation zur Verabreichung eines Teddys ist nicht durch die Gesundheitsreform beschnitten - jeder, der es nötig hat, erhält einen Bär. Wird der kuschelige neue Kollege selbst verletzt oder verschmutzt, kümmert sich der Freundeskreis Teddybär, um Pflege und Ersatz. Wer solch einen Teddybär ganz ohne Notfall und Anforderung des weltmodernsten Rettungshubschraubers, der schnellen "EC 135" haben möchte, der kann sich bei dem Verein melden: Tel: 07066 / 8280. Gegen zehn Mark gibt es einen kleinen Bruder des Rettungsbären - und von dem Geld werden weitere Plüschtiere für die Retter gekauft. Interessierte können allerdings auch direkt als Mitglied die Deutsche Rettungsflugwacht unterstützen - sie ermöglicht erst durch zahlreiche Mitglieder schnelle Luftrettung: weitere Infos unter Tel: 0711 / 700 70.

 

Wochenblatt der Stadt Leonberg
Donnerstag, 18. September 1997